Intimpiercing – Die beliebtesten Stellen für Intimpiercings

Piercings sind mittlerweile eine bekannte und beliebte Art der Body modification geworden. Es gibt viele verschiedene Varianten und Stellen für ein Piercing. Eine beliebte Art sind Intimpiercings welche nicht nur ästhetisch, sondern auch stimulierend wirken sollen. Aufgrund der unterschiedlichen Anatomie von Mann und Frau sind die Stellen für das Intimpiercing verschieden. Ebenso ist jede Person anders gebaut und braucht eine individuelle Beratung durch einen Fachmann. Deshalb sollte vor dem Stechen die eigene Anatomie überprüft werden. Danach kann eine passende Stelle bestimmt werden. Eines der bekanntesten Intimpiercings für den Mann ist das Vorhaut-Piercing.
 

Vorhaut-Piercing (Oetang)

Wie der Name schon sagt wird das Piercing durch die Vorhaut gestochen. Dieses Intimpiercing ist besonders beliebt bei Anfängern und kann ebenso von beschnittenen Männern getragen werden. Dann ist es nämlich am Schaft anliegend. Das Vorhaut-Piercing ist recht problemlos zu stechen und heilt schnell und einfach ab. Aufgrund der Reibung entlang der Eichel kann das Intimpiercing stimulierend wirken. Analog dazu gibt es das Klitorisvorhautpiercing für die Frau.
 

Klitorisvorhautpiercing

Dieses Intimpiercing wird durch die Klitorisvorhaut gestochen. Dabei kann es sowohl horizontal als auch vertikal gestochen werden. Diese Art der Body modification ist eine der beliebtesten Intimpiercings bei Frauen. Auch dieses Piercing soll, aufgrund der Reibung, stimulierend wirken. Die Klitoris wird nicht durchgestochen, weshalb es weniger gefährlich zum Stechen ist. Dies geschieht jedoch bei dem Klitorispiercing.
 

Klitorispiercing

Dieses Intimpiercing gilt als riskant und sollte nur von einem erfahrenen Piercer gestochen werden. Hierbei wird das Piercing durch die Klitoris durchgestochen. Da diese Stelle besonders schmerzhaft ist kann es durch ein Lokalanästhetikum betäubt werden. Eine sterile Umgebung, sowie Werkzeug sind Pflicht. Obwohl viele Studios Intimpiercings anbieten, so bietet nicht jedes davon ein Klitorispiercing an.
 

Prinz Albert Piercing

Als Prinz Albert Piercing wird das Intimpiercing für den Mann bezeichnet, welches entlang der Harnröhre verläuft und an der Unterseite beim Frenum austritt. Dieses Intimpiercing gilt als unkompliziert und heilt schnell und unproblematisch ab. Nach dem Stechen kann es zu Nachblutungen kommen, welche aber nicht lange anhalten. Für das PA, wie das Piercing auch bezeichnet wird, ist ein 3 mm Ring zu empfehlen. Später kann dieses geweitet werden. Der Heilungsprozess liegt bei 3 bis 4 Monaten. Das Prinz Albert Intimpiercing gilt als Vorstufe für einen Apadravya. Die Variante für Frauen wird Princess Albertina genannt.
 

Apadravya

Üblicherweise wird dieses Intimpiercing von einem erfahrenen Piercer gestochen und der Träger sollte ebenso viel Erfahrung haben. Das Apadravya ist eine Kombination aus dem Prinz Albert und einem umgekehrten Prinz Albert. Nachblutungen sind bei diesem Intimpiercing keine Seltenheit und eine gute Nachpflege wird vorausgesetzt.
 

Princess Albertina

Ein Pondon zum Prinz Albert ist das Princess Albertina. Dieses Intimpiercing verläuft ebenfalls durch die Harnröhre, was von vielen Frauen als unangenehm empfunden wird. Da die weibliche Harnröhre ziemlich kurz ist kann es vermehrt zu Harnwegsinfekten kommen. Es wird auch gesagt, dass dieses Intimpiercing schnell rauswächst.
 

Christina Piercing (Catherine Piercing)

Vor allem Oberflächenpiercings, wozu das Christina Piercing zählt, neigen dazu schnell rauszuwachsen oder langsam zu verheilen. Dieses Piercing wird am Venushügel gestochen. Dieses Intimpiercing ist aus anatomischen Gründen nicht bei jeder Frau durchführbar. Für den Sex oder die Stimulation hat dieses Piercing keine Funktion, zum Teil kann es sogar als störend empfunden werden. Bei Druckausübung, wie zum Beispiel beim Tragen von engen Hosen, kann es zu einem Schmerzgefühl kommen. Die Intimrasur wird ebenfalls durch das Intimpiercing erschwert.
 

Public Piercing

Das Obenflächenpiercing für den Mann wird Public Piercing genannt. Dieses Intimpiercing wird am Penisansatz gestochen und verheilt nur langsam. Das Reiben von Hosen und anderer Kleidung kann den Abheilungsprozess ebenfalls erschweren. Daher sollte ein Pflaster angebracht werden, um die Abheilung zu beschleunigen. Diesem Intimpiercing wird ebenfalls nachgesagt, dass es schnell rauswächst.
 

Hafada Piercing (Scrotal-Piercing)

Eine andere Art des Intimpiercings beim Mann ist das Hafada Piercing. Dieses wird nicht am Penis, sondern am Hodensack gestochen. Da es eine schwierige, kaum zur Ruhe kommende Stelle ist, dauert die Abheilung entsprechen länger. Durchschnittlich dauert die Heilung dieses Intimpiercings 3 bis 6 Monate. Die Gefahr dass es rauswächst ist bei dem Hafada Piercing, aufgrund der Flexibilität der Haut, gering. Zum Dehnen eignet sich diese Stelle besonders, solange es vorsichtig geweitet wird. An welche Stellen dieses Intimpiercing gestochen werden soll, ebenso wie viele davon gestochen werden, kann beliebig ausgewählt werden.

Bei Intimpiercings sollte auf jeden Fall auf die nötige Hygiene geachtet werden. Da diese Stellen empfindlich sind sollte die Meinung eines Fachmannes eingeholt werden. Auf jeden Fall sollte bei Intimpiercings auf Waschlappen und Waschlotionen, zumindest in der ersten Zeit nach dem Stechen, verzichtet werden. Sex ist nach dem Stechen eines Intimpiercings ebenfalls ein Risiko und sollte mit Vorsicht stattfinden. Nach der Abheilung bedarf es jedoch keiner weiteren Vorsichtsmaßnahmen. Sowohl der Geschlechtsverkehr, als auch die Intimpflege, können wie gewohnt weitergeführt werden. Falls Komplikationen bei dem Intimpiercing auftreten sollte ein Arzt aufgesucht werden.

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