rook piercingWas ist ein Rook Piercing?

Das Rook Piercing – Piercings aller Art zählen, spätestens seit den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als modisch. Doch dieser Schmuck hat eine lange Tradition bei vielen Naturvölkern, überall auf dieser Erde. Indianerstämme weltweit nutzen Piercings um beispielsweise gesellschaftliche Stellungen zu verdeutlichen. Ähnlich wie Tattoos, wurden und werden sie, aber auch dazu genutzt Riten und Zeremonien abzuhalten. Eine der Körperstellen, welche mit am häufigsten durchstochen wird, ist das Ohr. Doch auch hier unterscheidet der Kenner verschiedene Bereiche. Während bei einem sogenannten “Forward Helix” das innere Ohrläppchen durchstochen wird, wird bei einem einfachen “Helix” das äußere Ohrläppchen gepierct. Ein nicht ganz neuer Trend ist das Rook Piercing. Jedoch hat dieser Körperschmuck keinen belegten traditionellen Hintergrund. Vielmehr geht es bei diesem Accessoire allein um das Verzieren des Körpers. Den Namen verdankt dieses Schmuckstück dem Piercer Eric Dakota. Dieser trägt den Beinamen “Rook“, und soll diese Form des Ohrpiercings populär gemacht haben. Erstmals wurde dieses Piercing 1992 in einem Magazin namentlich erwähnt.

Stechen eines Rook Piercing

Das Rook  befindet sich an einer ganz bestimmten Stelle im Ohr. Es wird senkrecht durch den oberen Knorpel, welcher zwischen der Helix und der Ohrmuschel liegt, gestochen. Damit bildet es ein Pondon zu dem Helix und dem weithin verbreiteten Lobe Piercing.

Natürlich wird die Stelle, an der das Rook später sitzt, vor der Behandlung desinfiziert. Um umliegende Regionen nicht zu verletzten, wird das Rook Piercing, in der Regel, mit einer gebogenen Nadel gestochen. Oft verwenden die Piercer in ihren Studios auch eine Röhre (Receiving Tube), um Verletzungen in unmittelbarer Nähe auszuschließen.

Risiken bei einem Rook Piercing

Da es sich bei der betroffenen Stelle am Ohr um festes Knorpelgewebe handelt, dauert die Heilung im Gegensatz zu anderen Piercings relativ lange. Je nach Pflege und “Heilfleisch”, kann die Wundheilung zwischen zwei und vier Monate dauern. Das Rook gehört zu den schmerzhaftesten Piercings. Der Eingriff dauert auch eine Weile, da der Piercer, langsam durch den dicken Knorpel stechen muss.

Wie bei allen anderen Piercings auch, besteht die Gefahr, die Körperstelle im Alltag zu berühren. Dies kann oft zu starken, und unvermittelt eintretenden Schmerzen führen. Bei einem Rook Piercing ist diese Gefahr besonders beim Schlafen und Telefonieren vorhanden.

Sollte sich das Rook Piercing entzünden (was bei guter Pflege aber selten ist), kann sich der Knorpel deformieren. Allerdings kann dies bei jedem gepiercten Knorpel geschehen.

Geschätzte Heildauer beim Rook Piercing

ca. 3 - 4 Monate

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Rook Piercing FAQ

Was kostet ein Rook Piercing?

Die Kosten für ein Rook Piercing liegen durchschnittlich bei 30 – 60 EUR. Da das Rook durch die Ohrmuschel verläuft, kann sowohl eine Nadel als auch das Punchen zum Piercen verwendet werden. Das Punchen ist besonders für Knorpelgewebe geeignet, da sehr präzise Wundränder entstehen, die wesentlich schneller abheilen.

Schmerzen bei einem Rook Piercing?

Die Schmerzen, die beim Stechen oder Punchen des Rook Piercings entstehen, zählen bei Piercings am Ohr zu den eher schmerzhafteren Stichkanälen. Da zum Großteil Knorpel durchstochen wird, ist auch der Druck auf das Gewebe wesentlich größer. Neben dem Stichkanal, können auch das Einsetzen des Schmucks sowie die Schwellung des Gewebes in den darauffolgenden Tagen zu Schmerzen führen.

Rook entzündet?

Hat sich ein Rook Piercing entzündet, kann es leicht zu deutlichen Rötungen und Schwellungen führen. Dann gilt es jeglichen zusätzlichen Druck auf die Stelle durch das Tragen von Mützen oder beim Schlafen zu vermeiden. Klingt die Entzündung nicht ab, sollte ein Arzttermin vereinbart werden, um Auswirkungen auf das Innenohr zu vermeiden.