Labret PiercingWas ist ein Labret Piercing?

Das “Labret-Piercing” ( lateinisch – labrum für Lippe ) bezieht sich auf die Unterlippe. Das Piercing kann hier seitlich oder mittig gestochen werden. Der Schmuck an sich kann variieren – oftmals wird ein kleiner Stecker mit einer inneren Platte zum Schutz des Zahnfleisches und der Zähne getragen, aber auch Ringe, mit oder ohne Kugel sind sehr beliebt. Diese Art des Piercings kommt nicht aus der Neuzeit, sondern war schon vor dem 20. Jahrhundert in den verschiedensten Ländern und Kulturen auf der ganzen Welt beliebt und hatte die unterschiedlichsten Hintergründe und Bedeutungen. Der heutige Piercingschmuck bietet eine große Palette an verschiedenen Schmuckstücken und Designs aus Chirurgenstahl, Titan oder Kunststoff, mit oder ohne Stein, ein- oder mehrfarbig und sogar fluoreszierend.

Stechen eines Labret Piercing

Wie bei allen gängigen Piercings, ist es auch hier unbedingt notwendig, die zu durchstechende Hautpartie gründlich zu desinfizieren. Anschließend wird eine Markierung an der Stelle gesetzt, an welcher der Schmuck im Anschluss sichtbar sein soll. Der Piercer fixiert das zu piercende Lippenstück mit einer Klemmzange, um eine Verletzung des Gewebes oder ein ungerades Durchstechen zu vermeiden. Schmerzen beim Stechen sind kaum zu erwarten, da es sich um Weichteilgewebe im Schleimhautbereich handelt und das Setzen des Stichkanals recht unkompliziert ist. Wie alle Piercings in und an der Schleimhaut verheilt auch das “Labret-Piercing” relativ schnell. Eine vollständige Ausheilung benötigt etwa vier bis acht Wochen. Auf den Genuss von Alkohol und Tabak sollte in den ersten 24 Stunden trotz dessen verzichtet werden, da sich sonst unangenehme Entzündungen am Stichkanal entwickeln können. Viele Piercer raten auch auf den kurzzeiten Verzicht von Fruchtsäuren und Milchhaltigen Nahrungsmitteln.

Risiken bei einem Labret Piercing

In der Vergangenheit waren “Labret Piercings” der Graus aller Zahnärzte, da die unflexiblen Innenplatten der Stäbe Zähne und Zahnfleisch angriffen und zu Parodontose und Zahnfleischschwund führten. Dieses Risiko wurde durch die heutigen Kunststoffstäbe mit flexibler Innenplatte zu einem Großteil minimiert. Der Nachteil daran ist, dass dieses Material schneller verschleißt und des öfteren ausgetauscht werden sollte. Medizinische Probleme oder gar größere Infektionen treten bei dieser Piercingart eher selten auf. Bei Zahnspangenträgern sollte ebenso wie bei der Rasur Vorsicht geboten sein. Hier ist eine deutlicher mechanische Verletzungsgefahr durch Hängenbleiben oder sogar Herausreißen gegeben. Hier empfiehlt es sich die ProntoLind Mundspüllösung zu verwenden.

Geschätzte Heildauer eines Labret Piercing

ca. 2 - 6 Monate

Produktempfehlung

prontolind-mundspray

Prontolind “Mundspray”

  • antibakterielle Tiefenreinigung
  • erfrischender Geschmack
  • zur Pflege von Oralpiercings
  • ideal für unterwegs

Labret Piercing FAQ

Was kostet ein Labret Piercing?

Die Kosten für ein Labret Piercing liegen je nach Piercer bei überschaubaren 30 – 60 EUR. An welcher Stelle das Labret Piercing gesetzt wird, ist dagegen für die Kosten nicht entscheidend. Für das Piercing ist es sinnvoll, immer auf das klassische Stechen zu setzen, da um die Lippen und den Mundraum viele Nervenbahnen verlaufen. Nach der vollständigen Heilung ist es immer möglich, den Einstichkanal zusätzlich zu weiten.

Schmerzen bei einem Labret Piercing?

Die Schmerzen sind, da das Labret Piercing durch weiches Gewebe erfolgt nur gering bis mittelschwer. Ein professioneller Piercer mit ausreichend Erfahrung kann die Stelle zudem so wählen, dass keine Nerven im Mitleidenschaft gezogen werden.

Labret Piercing entzündet?

Ein Labret an den Lippen entzündet sich häufig aus zwei Gründen. Dies ist zum einen durch den falschen Schmuck, der an den Zähnen oder dem Zahnfleisch drückt und somit eine höhere Reibung des Stichkanals hervorruft. Zum anderen durch die natürlich im Mundraum vorkommenden Bakterien. Daher ist es wichtig, bei Entzündungen neben der Hygiene auch eine verstärkte Zahnpflege zu betreiben sowie auf das Rauchen zu verzichten.